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Meine Heilung durch einen Schamanen

Ich habe schon länger einen Glauben daran, dass Schamanen eine besondere Gabe haben, die wir mit unserem menschlichen Verstand nicht nachvollziehen können. Ebenso wie bei Eingeborenen die Medizinmänner gewisse Heilkräfte auszuüben und in der Lage sind, ohne je Medizin studiert zu haben, ja sogar oft Analphabeten sind.

Mir ging es seit längerer Zeit nicht gut, meine Beine wollten nicht mehr, ich konnte immer weniger laufen, hatte eine kurze zwischenzeitliche Lähmung. Aber wesentlich war, dass ich mich keine jünf Minuten mehr auf den Beinen halten konnte, ich sackte einfach zusammen,  so als wären keine Knochen in meinen Beinen, als seien sie nur ein Schwamm. Ich begann natürlich ganz normal zu laufen, tat ich die ersten Schritte, sah man es mir nicht an, dass etwas nicht stimmte, doch innerhalb einzelner Minuten waren meine Muskeln völlig kraftlos. Es gab für mich kein Einkaufen mehr, wenn ich es mit Hilfe meines Mannes versuchte, durfte es nur eine Kleinigkeit sein, und dann wieder ins Auto, dort konnte ich ja sitzen, an der Kasse stehen wäre unmöglich gewesen.

Leider fanden Ärzte keine Erklärung, warum das so war, es wurden verschieden Verdachts-Diagnosen gestellt, die aber doch nicht stimmten. Ich wechselte auch Ärzte, doch niemand wusste Rat.

Ich erfuhr von einem Arzt, der sich mit Schamanismus befasst, auch selbst sehr
langjährige Kontakte zu Schamanen hat, und von Ihnen lernt. Diesen Arzt machte ich ausfindig, suchte Kontakt zu Ihm und konsultierte ihn. Aus schulmedizinischer Sicht fand auch er keine Diagnose, die für mich und meine Beschwerden zutreffend war.

 

Doch er erwartete die Schamanen aus Nepal bei sich zu Besuch, (womit ich nie zu hoffen gewagt hätte, dass ich die Schamanen kennen lernen würde) ich hoffte eigentlich nur, dass er mit schamanischen Methoden mir eventuell helfen könnte.

Dieser Arzt bot mir eine Einzelheilsitzung bei den Schamanen an, bei sich an seinem privaten Wohnsitz. Welch ein Glück für mich. Erfreut nahm ich das Angebot an, und ich erschien zur verabredeten Zeit an dem Wohnort des Arztes.

Ich erwartete natürlich, dass der Arzt anwesend sein würde, bei dieser Heilsitzung. Ich verstand doch die Sprache nicht. Aber er war nur ganz kurz einmal da, und fuhr in seine Praxis. Dafür hatte er wohl eine Dolmetscherin eingeladen. Die Schamanen erwarteten mich schon, sie und die Dolmetscherin waren sehr freundlich. Es waren drei Schamanen, eine weibliche, zwei männliche. Ich wusste noch nicht sehr viel über sie, und ich bemühte mich, sie mit dem Ihnen eigenen Gruß „Namaste“ zu begrüßen. (was so viel heißt wie “ich grüße die Göttlichkeit in dir“)

Ein Schamane saß im Schneidersitz vor seinem provisorischen Altar auf dem Fußboden. Der Altar bestand aus Blumen, Räucherwerk, Reis, verschiedenen Farbpulvern, (die alle Ihre spezielle Bedeutung haben) etwas Wasser, eben alles nur Kleinigkeiten aus der Natur. Ich durfte mich zur Seite dieses Schamanen setzen, denn er war die Hauptperson die mir helfen wollte.

Er nahm mein Handgelenk und fühlte meinen Puls über einige Minuten. Ich weiß es nicht, ob er dabei in Trance ging, denn man sieht es einem Schamanen nicht an, wann sie in Trance gehen und wann sie wieder zurückkommen. Doch er nahm hier wahrscheinlich Kontakt zu geistigen Wesenheiten auf, ebenfalls zu meiner Seele, und erkannte so auch was mir fehlte, und was er für mich tun konnte.

Ein geringer Wortwechsel fand nun zwischen ihm und der Dolmetscherin und mir statt. Viel zu kurz um annähernd erklären zu können was mir denn nun fehlte. Er sagte dann, dass ich eine Disharmonie mit den „Nagas“ (schlangenartige Wesen) habe, und mir ein Seelenanteil abhanden gekommen wäre. Er würde die Nagas besänftigen, und mir den Seelenanteil zurück holen.

Nun wollte er, dass ich mit ihm nach draußen ging zu einem Baum, an dem er nun das Ritual beginnen wollte. Also ging ich mit ihm hinaus. Er bat mich nun Kontakt zu dem Baum aufzunehmen. Nun also schaute ich den Baum ganz intensiv an, während der Schamane Mantren sang, Räucherstäbchen brannte und Reis opferte. Mir wurde mit einem Mal bewusst, ich stand schon relativ lange hier, ohne abzusacken, hmm. Ich fühlte mich, als würde der Baum mich festhalten, mich stützen, ja und sogar mich ansehen.
Dann gingen wir in den Raum zurück, die weibliche Schamanin grüßte mich wieder mit der Gebetshaltung „Namaste“ und ich wollte es Ihr in Höflichkeit gleich tun, und hielt meine Hände ebenso, so nahm sie meine Hände in die Ihren, berührte mich Kopf an Kopf mit der Stirn, ich wusste nicht wie ich mich richtig verhalten sollte, war etwas unsicher. Sie fegte meine Aura mit einem Besen aus Amlisaugras ab, das machen Schamanen wenn sie schlechte Energien wegfegen wollen, die sie dann auch aus dem Raum heraus fegen. Aber sie reinigen den Heilsuchenden nicht nur durch das Abfegen, nein, sie saugen auch aus der Aura die schlechten Energien heraus, und pusten sie fort.

Ich setzte mich dann wieder im Schneidersitz zur Seite des Schamanen, der nun sein Hauptritual vollzog. Alles unter Mantren Gesang, (in den auch immer die beiden anderen Schamanen mit einstimmten) Opfersprüchen, Weihungen, er kämpfte in den anderen Welten mit den Nagas die er besänftigte und darum bat, mich von meiner Krankheit zu befreien. Er holte meinen Seelenanteil aus den Anderswelten zurück, und klopfte mir mit seiner Mala auf mein Kronenchakra. .( Mala ist eine 108 Perlen zählende Schamanenkette, die die 108 Gottheiten darstellen soll und aus Naturprodukten besteht, oft auch kleinen Knochen )

Ich denke, dabei hat er mir meinen Seelenanteil wieder hinein geklopft. Zu guter Letzt gab er mir etwas Wasser zu trinken, welches er in diesem Ritual geweiht hatte. Ich ließ alles auf mich wirken. Mir war nicht wichtig, ob ich alles verstand, mir war nur wichtig, wie weit würde ich hier durch wohl Hilfe erhalten. Immer wieder wurde ich auch mit dem Amlisaugras-Besen von der weiblichen Schamanin abgefegt, und die schlechten Energien wurden zur Tür hinaus gefegt. Als dann das Ritual beendet war, packte der Schamane ein paar der geweihten Blütenblätter, etwas geweihten Reis, und ein wenig der roten Farbe in ein kleines Stück Papier, gab es mir und sagte: (die Dolmetscherin übersetzte es mir) „Behandele es wie dein eigener Schamane, halte es drei Tage bei dir am Körper und wirf es am dritten Tage frühmorgens in einen Fluss.“ Ich bedankte mich herzlich, so gut ich es konnte mit dem Namaste Gruß, und verabschiedete mich.

Ein Schamane verlangt keine Entlohnung, man gibt wenn man kann, und was man kann. Nepal ist ein armes Land, und in Ihrer Heimat wird Ihnen oft nur mit Naturalien gedankt. (Mir war natürlich von dem Arzt vorher schon ein bisschen nahe gelegt worden, wie man sich erkenntlich zeigen sollte, und das fand ich auch ganz in Ordnung) So fuhr ich dann mit meinem Mann nach Hause, der bei der ganzen Zeremonie ja anwesend war, alleine wäre ich ja auch gar nicht in der Lage gewesen, dort hin zu kommen, mit meiner Schwäche. Es mag nun sehr verwunderlich klingen,

*ich konnte laufen*.

Ja sofort konnte ich laufen. Am folgenden Wochenende machten wir einen größeren Test und gingen zu einer Ausstellung, ich hielt durch, ich konnte laufen. Das kleine Papierpäckchen hielt ich, wie mir gesagt wurde, drei Tage am Körper, dann fuhr ich in den Morgenstunden an einen Fluss, ich redete mit dem Wasser, bat mich rein zu waschen von Krankheit und negativer Energie, das Wasser nahm mein Päckchen mit sich fort. Seit dem habe ich mir auch einen Baum ausgesucht, den ich von Zeit zu Zeit besuche, ich umarme ihn, ich rede gedanklich mit ihm, ich erbitte mir Kraft und Vitalität von ihm. Dieser Baum ist in der Nähe des Flusses, so habe ich beides zusammen, und kann immer wieder meine Dankbarkeit dort zeigen. Seit dieser Zeit wird mir die Natur immer wichtiger.

………………..

Leider  hat sich meine Lauf und Stehschwäche mit der Krebserkrankung wieder eingestellt, zwar nicht ganz so heftig wie vor der schamanischen Heilung, aber immerhin, ich gäbe sehr viel darum noch einmal zu einem Urschamamen gehen zu können, doch das wird leider nicht mehr sein.....inzwischen habe ich erfahren, dass "mein" Schamane verstorben ist.

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